Donnerstag, 17. März 2005

Räumungsklage um Pachtland mit 1065 Kreuzen - ein Kreuz für jeden Mauertoten

Die taz berichtet über den Prozess eines Verpächters gegen die Witwe des Mauermuseums-Gründers. Es soll nach Kündigung eines Pachtvertrags ein 5.717 qm großes Gelände an der Friedrichstraße am ehemaligen Checkpoint Charly, dem Ausländerübergang zwischen West-Berlin und Ost-Berlin zu DDR-Zeiten, herausgegeben werden, auf dem 1065 Holzkreuze aufgestellt wurden, symbolisch jeweils ein Kreuz für einen Mauertoten. Zivilrechtlich wohl aussichtslos für Frau Alexandra Hildebrandt - auch wenn sie weiter monatlich 14.500,00 EURO Pacht überweist und auch im Fall einer morgen drohenden Verurteilung vor der 29. Zivilkammer des Landgerichts Berlin will sie den Rechtsweg ausschöpfen und. falls erforderlich, das Kammergericht mit dem Fall befassen, auch wenn ihre Argumente vermutlich nur begrenzt zivilrechtliche Auswirkungen haben. Wenn alles schief gehen sollte: Eine Zwangsräumung des Geländes ist schwer vorstellbar und sicher nicht ohne weiteres schnell zu realisieren. Vielleicht wird im Laufe des Verfahrens vorher ein für alle Beteiligte akzeptabler Vergleich gefunden - sicher ein sehr vernünftiger Lösungsweg. Einzelheiten hier.

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